Garten

Gartenböden sollten einen pflanzenartspezifisch optimalen pH-Wert und eine entsprechende Kalkversorgung aufweisen. Obst- und Gemüsearten haben unterschiedliche Ansprüchen an den pH-Wert (pH-Wert-Ansprüche siehe  hier).

Auch Ziergehölze haben unterschiedliche pH-Ansprüche. Moorbeetpflanzen, wie beispielsweise Rhododendron oder Azaleenarten haben ihren optimalen pH Bereich im schwach sauren Bereich; ein zuviel an Kalk schadet ihnen.

Eine gute Kalkversorfung hat viele positive Wirkungen:
- Kalk neutralisiert die Bodensäure
- Kalk verbindet die Tonteilchen zu größeren Krümeln
- Kalk fördert die biologische Aktivität der Mikroorganismen
- Kalk unterstützt die Verfügbarkeit anderer Nährstoffe
- ausgeflockte Tonkrümel verbessern die Bodenstruktur und auch die Speicherfähigkeit für Wasser und Luft
- Kalk verringert die Verschlämmungsgefahr und
- Kalk führt im Frühjahr zu einer rascheren Erwärmung des Bodens.


Ein sehr schönes Beispiel für die Reaktion von Ziergehölzen auf den pH-Wert ist die Bauernhortensie (Hydrangea macrophylla). Ist die Bodenreaktion sauer, kommt es durch zunehmende Mobilität von Al3+ Ionen zu einem Farbumschlag von rosa hin zu blau. Wird der pH-Wert angehoben, findet der Farbwechsel umgekehrt statt. Ein Trick um eine Blaufärbung zu unterstützen, ist die Gabe von speziellem im Handel erhältlichen Aluminium-Düngern.

Kalk für den Rasen

Die Rasenpflege ist für viele Gärtner ein andauerndes Thema. Dabei geht es um die Höhe der Düngung, das Vertikutieren, die Schnitthäufigkeit und das Moos im Rasen.

Gräser wachsen am besten auf einem Boden mit guter Krümelstruktur, hinreichender Wasser- und Nährstoffversorgung. Ein pH-Wert zwischen 6,0 –7,0 im Boden ist für die meisten Gräser und Rasenpflanzen optimal.
Auch die Regenwürmer und Mikroorganismen im Boden bevorzugen eine gute Kalkversorgung, denn dann ist die Bodenbelüftung und die Wasserführung recht gut.